Die Blechlawine Dresden

2000 - 2004: Die Anfänge
Begonnen hat das Ganze als ein Showelement für eine private 'Ein-Kessel-Buntes'-Party vor über 10 Jahren im Gare de la Lune , inspiriert von einem Auftritt der Gruppe Les Tambours du Bronx in Dresden. Jens Leinweber hatte die zündende Idee ein paar Freunde zusammenzutrommeln, um es den französischen Trommlern gleichzutun und auf Ölfässern musikalische Unterhaltung zu bieten. Insgesamt fanden sich acht Freunde, die sich nach einigen Proben trommelmutig auf die Bühne trauten. Aufgrund der positiven Publikumsresonanz fanden wir ziemlich schnell die Gelegenheit auch bei weiteren privaten Parties sowie öffentlichen Veranstaltungen aufzutreten. Und da das Auge bekanntlich mithört, beschlossen wir zum Künstlerfest 'Ornö' am 14.07.2001 dem Trommelfeuer einen optischen Reiz entgegen zu setzen und mit bemalten nackten Oberkörpern aufzutreten, zunächst noch mit schwarzer und weißer Theaterschminke. Das wortwörtlich blasse Weiß wurde bei späteren Auftritten jedoch durch ein kräftigeres Rot ersetzt.
Nicht nur die Zuschauerreaktionen waren durchweg positiv, sondern auch Pressemeldungen wie die folgende zum KK Karstadt Kleinkunst Festival: "Geprägt von lauten und leisen Tönen, welche sie Ihren Ölfässern entlocken, gelingt es der Band Blechlawine aus Dresden nicht nur akustisch, sondern auch durch ihre gelungene und abwechslungsreiche Performance zu überzeugen."
2004 - 2006: Konzerthighlights
Nachdem die meisten Auftritte zunächst in Dresden oder unmittelbarer Umgebung stattfanden, ging es in den nächsten Jahren auch in die nähere Umgebung, so zum Beispiel auf das mehrtägige 'FOLKUS 2004' auf der Neuenburg in Freyburg/Unstrut oder zum grandiosen 'Mystum 2005' auf die Kulturinsel Einsiedel in der Nähe von Görlitz. Da uns bei allen Konzerten auch immer wieder die Frage nach einem digitalen Leistungsnachweis gestellt wurde, war der nächste Schritt klar, eine CD musste her.
2006 - UnFASSbar
Mit der Tante Ju fanden wir schnell eine ansprechende Location, die wir für die Aufnahmen einen ganzen Tag mieteten. Aufgrund exzellenter Kontakte unseres Frontmanns Jenny erklärte sich Manne Prokrandt, der Bassist von Engerling und Labelchef von Töne bereit, die Produktion zu übernehmen. Im Juni 2006 erschien dann unsere erste CD 'UnFASSbar' in einer Auflage von 500 Stück, die mittlerweile im Sommer 2010 nahezu komplett verkauft ist für einen Preis von ... 'Nur acht Euro'. Unter anderem mit dem Erlös aus dem CD-Verkauf wurden neue BLECHLAWINEN-Kaputzenpullis und BLECHLAWINEN-Baseballkappen angeschafft, um auch bei widrigen Temperaturen und Wetterbedingungen unser Motto zu erfüllen "Wir kommen auch in ihre Stadt - und das ist keine Drohung!"
2006: Vereinsgründung
Ebenfalls 2006 gingen wir das nächste Projekt an, nämlich die BLECHLAWINE als gemeinnützigen Verein neu zu formieren. Nachdem über Monate hinweg Satzungen, Geschäftsordnungen und weitere bürokratische Hürden überwunden werden mussten, erfolgte am 16.07.2006 der Lohn in Form einer Eintragung ins Vereinsregister unter der Nummer VR 4721 und dem eher abenteuerlichen Namen "Verein zur Erhaltung der Kultur der musikalischen Schlagtechnik mit Hölzern auf Metall - BLECHLAWINE Dresden e.V.", da man sich laut Amtsgericht unter der kurzen Bezeichnung BLECHLAWINE e. V. nichts Konkretes vorstellen könne.
2006 - 2009: Die Reise geht weiter
Als eingetragener Verein und mit der CD 'UnFASSbar 'im Gepäck machten wir uns wieder auf Konzertreise, unter anderem erneut auf die Kulturinsel Einsiedel, dieses Mal zum 'Pyromanum 2007' oder zur 'Nacht der 1000 Lichter' nach Sangerhausen. Ein absolutes Highlight war sicher die Reise im neuen BLECHLAWINEN-Transporter nach Kapfenberg in der Steiermark/Österreich, wo wir die Eröffnung einer 35.500t Presse bei der Firma Böhler musikalisch untermalten. Aber auch Auftritte in Dresden blieben zum Teil unvergesslich, so zum Beispiel die Museumsnacht auf der Brühlschen Terrasse mit rekordverdächtigem CD-Verkauf.
2008 - 2009: Bass, Bass, wir brauchen Bass
Diese beiden Jahre standen im Zeichen der Erweiterung unseres Instrumentariums, Repertoires und der Anzahl von Mitspielern. Pünktlich zum Stadtteilfest 'Inseln im Hecht' präsentierten wir zum ersten Mal das neue Bassfass, und treffenderweise zur ersten Publikumspräsentation des neuen BMWs im Autohaus Melkus kam das Bremsscheiben-Metallophon zum ersten Mal zum Einsatz. Darüber hinaus fertigten einige unermüdliche Trommler eine Übungs-DVD an, um die neuen Mitspieler schneller mit dem Ölfass-Trommeln und unseren Stücken vertraut zu machen. So wuchs die Mitspieleranzahl von früher durchschnittlich zwölf Personen auf bis zu zwanzig an.
2010: FASSzination
Verstärkt um viele neue gute Trommler und mit vielen neuen Stücken im Repertoire, ging es im Dezember 2009 dann wieder in die Tante Ju, um erneut mit fachkundiger Unterstützung von Manne Prokrandt unsere zweite CD 'FASSzination' aufzunehmen, die wir seit März 2010 in den Händen halten, dankenswerterweise aber auch unters zahlreiche Publikum verteilen dürfen, so zum Beispiel bei der schweißtreibenden Museumsnacht Dresden 2010.


